Die Schuldenlüge

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Michael Morris

Das Wort »Schulden« ist im Lauf des letzten Jahres so oft gefallen, dass man es schon nicht mehr hören kann. Staaten, Kommunen und Privatpersonen sind bis über beide Ohren verschuldet und werden diese Schulden, die sich dank des Zinseszinssystems rapide weiter erhöhen, nie zurückzahlen können. Das ist schon rein mathematisch nicht möglich, denn unser Schuldgeldsystem ist darauf aufgebaut, dass immer nur ein kleiner Teil aller Schuldner ihre Schulden tilgen können. Der Rest muss unter die Räder kommen – und das soll er auch! Wer ist also schuld an den Schulden?

Immer wieder betont die deutsche Kanzlerin Angela Merkel, dass Europa »keine Währungs-, sondern eine Schuldenkrise« hätte. Das ist natürlich kompletter Unsinn, denn unsere heutigen Währungen sind alle auf Schulden aufgebaut. Das, was man heute fälschlicherweise »Geld« nennt, entsteht durch Schuld. Deshalb wird unser monetäres System auch Schuldgeldsystem genannt. Folglich ist jede Schuldenkrise auch automatisch eine Währungskrise und umgekehrt. Geld und Schuld sind nicht zu trennen. Frau Merkel müsste das wissen, dennoch behauptet sie immer wieder das Gegenteil. Sie sagt ihrem eigenen Volk nicht die Wahrheit! Jakob Augstein belegt dies am 16.02.2010 in der Süddeutschen unter dem Titel »Das ist nicht Ihr Kanzleramt!«.

Darin beschreibt er, dass die Kanzlerin am 8. Oktober 2008 die führenden Chefredakteure des Landes ins Kanzleramt einlud und sie darum bat, »zurückhaltend über die Krise zu berichten und keine Panik zu schüren.«

Politik und Medien verschweigen also das wahre Ausmaß der gegenwärtigen Krise, die sich im Lauf dieses Jahres noch extrem zuspitzen wird. Das hat zur Folge, dass ein großer Teil der europäischen Bevölkerung noch immer deutlich unterschätzt, was auf uns zukommt.

Die gegenwärtige Weltwirtschaftskrise, die 2007 mit der Bankenkrise und dem Platzen der Immobilienblase in England, Irland, Spanien und den USA ihren Lauf nahm, hat das Potenzial, die Krise der 1930er Jahre noch weit zu übertreffen. In diesem Punkt sind sich viele seriöse Ökonomen einig. Was das bedeutet, kann sich jeder selbst ausmalen. Googlen Sie doch einfach einmal das Wort »Weltwirtschaftskrise«, um einen kleinen Vorgeschmack auf die nächsten Jahre zu bekommen. Der Mensch weigert sich leider beharrlich, aus der Geschichte zu lernen.

Bislang nehmen viele Mitteleuropäer, denen es im Vergleich zu ihren südeuropäischen Nachbarn NOCH verhältnismäßig gut geht, die Schulden- und Währungskrise auf die leichte Schulter. Prophezeiungen über eine Hyperinflation und ein Scheitern des Euro veranlassen manch schlauen Mitbürger auch zu der Schlussfolgerung, dass nun ein guter Zeitpunkt sein müsste, um Schulden zu machen. Denn durch eine starke Inflation würden sich die Schulden ja in Luft auflösen. Das gilt jedoch nur für Staaten. Die haben die Möglichkeit, die Inflation voranzutreiben, die eigene Währung zu zerstören, sich zu entschulden, um anschließend eine neue Währung einzuführen. Davon profitiert jedoch nur der Staat, und niemals der Einzelne!

An jenem Punkt – und das ist wirklich wichtig! – werden nämlich alle Guthaben abgewertet und alle Schulden aufgewertet. Dies war bislang noch bei jedem bekannten Fall in der Geschichte so. Bei der Währungsreform 1948 in Westdeutschland wurde die Reichsmark zu neuer D-Mark im Verhältnis 100:6,5 umgerechnet. Alle Arten von privaten Schulden wurden aber im Verhältnis von 10:1 umgestellt. Anders gesagt: Hatten Sie vorher 1.000 Reichsmark auf dem Konto, dann waren die nun 65 DM wert. Hatten Sie 1.000 Reichsmark Schulden, dann waren die nun 100 DM wert. Es ist also gegenwärtig eine ganz schlechte Idee, neue Schulden zu machen! Es wäre auch jedem anzuraten, der noch Schulden bei Banken hat, sie so rasch wie möglich zu tilgen. Wie Sie das tun, überlasse ich Ihrer Fantasie, aber es ist zurzeit sicher besser, Schulden bei Freunden oder der Familie zu haben, als bei einer Bank. Das Beste ist es immer, keine Schulden zu haben und nicht mehr auszugeben, als man einnimmt!

Genaue Erklärungen darüber, was Geld eigentlich ist und wie es entsteht, kann ich im Rahmen dieses Artikels wegen des Umfangs leider nicht geben. Ich beschreibe all dies aber ausführlich in meinem Buch Was Sie nicht wissen sollen!. Wichtig zu erwähnen ist hier zum einen aber, dass Staaten heute nur noch sehr begrenzte Macht über die Währungen haben, weil der allergrößte Teil des Geldes von Privatbanken geschöpft wird. Diese Banken wiederum stellen mittlerweile einen beträchtlichen Teil der Spitzenpolitiker der westlichen Welt.

Zum anderen ist es so, dass unser Geld durch Schuld entsteht, und es unmöglich ist, dass alle Schuldner ihre Schulden auch wieder begleichen, weil dafür nie genügend Geld vorhanden ist. Dies ist ein Spiel, das die Banken ganz bewusst mit uns treiben, um uns in Abhängigkeit und Ohnmacht zu halten. Da die Schulden nicht beglichen werden können, müssen sie immer weiter wachsen. Deshalb dauert es innerhalb eines Wirtschaftskreislaufs immer nur eine gewisse Zeit, bis die Schulden – und somit die Geldmenge – explodieren. Schulden und Zinseszinsen steigen exponentiell. Irgendwann kracht es also, die Kreditlasten erwürgen die Realwirtschaft und das System bricht zusammen. Dieser Punkt ist für die Banken mathematisch berechenbar und wird absichtlich herbeigeführt. An diesem Punkt sind wir längst angekommen und die Einschläge kommen näher. Eine Hyperinflation ist unausweichlich. Die Frage ist nur, kommt sie noch 2012 oder erst 2013. Das hängt vom weiteren Verhalten aller Beteiligten ab.

Es ist derzeit ungeheuer wichtig, dass wir uns wieder angewöhnen, so weit wie möglich Bargeld zu benutzen. Das läuft komplett gegen den Trend, ist aber für unser aller Überleben und für unsere Freiheit unumgänglich. Die Banken wollen mit allen Mitteln erreichen, dass wir nur noch elektronisch bezahlen, aber diese vermeintliche Erleichterung dient nur dazu, die Macht der Banken zu stärken. Ohne das virtuelle Geld (Giralgeld) wäre eine Verschuldung in dem gigantischen Ausmaß, wie wir sie derzeit erleben, nie möglich gewesen!

All das billige Geld, das Banken in Form von »großzügigen« Krediten bis 2007 jedem Dahergelaufenen gewährten, hat uns gewollt an einen tiefen Abgrund geführt. Was gerade in der Euro-Zone passiert, dient nur dazu, die Macht der Banken auszubauen. Deren Besitzer − ein Kartell aus superreichen Bankiersfamilien − lässt hunderte Millionen von Menschen mit voller Absicht die Klippen hinabstürzen. Griechenland ist eine Parabel dafür und gleichzeitig ein kolossales Ablenkungsmanöver. Es ist von großer Bedeutung zu betonen, dass noch kein einziger Cent an Griechenland (also an die Griechen) geflossen ist, sondern all die hunderte von Milliarden angeblicher Hilfen immer direkt auf die Konten der Gläubigerbanken wandern. Gleichzeitig tun die Banken so, als würden sie den Griechen großzügig ihre Schulden erlassen. Wie dreist kann diese Bande aus korrupten Politikern, Bankern und Medienvertretern eigentlich noch werden?

Die Griechen trifft an der gegenwärtigen Lage keine Schuld. Sie sind die Sündenböcke (oder die Opferlämmer) für ein völlig krankes monetäres System, das nur einen Sinn hat: die Menschheit zu versklaven und allen Reichtum von unten nach oben zu verteilen. Keine Hilfszahlung, kein Schuldenschnitt kann Griechenland und den Euro retten. Alles, was Merkozy in den vergangenen Jahren taten, zögerte das Unausweichliche nur hinaus und verschlimmerte die Lage. Der Euro und die Euro-Zone sind Geschichte. Was danach kommt, steht in den Sternen.

Das Bankenkartell, das im Verborgenen unsere Welt regiert, hat einen bestimmten Plan für die Tage nach dem Euro: Ihr Ziel ist eine bargeldlose Weltwährung oder für den Anfang zumindest eine bargeldlose westliche Einheitswährung. Diese würde quasi alle Parlamente entmachten und uns endgültig zu Sklaven des Bankierskartells machen.

Eine wachsende Zahl erwachender Erdlinge versucht dies mit allen Mitteln zu verhindern. Dafür wäre eine totale Umgestaltung unseres bisherigen Schuldgeldsystems nötig, außerdem eine Erneuerung unseres Schul- und Bildungswesens und unserer Gesellschaft. Mit anderen Worten: Es braucht eine geistige, intellektuelle und spirituelle Revolution auf diesem Planeten, auf dem der Mensch sich für die Krone der Schöpfung hält. Es wird Zeit, dass er es beweist!

Es wird allerorts an neuen Geldsystemen gearbeitet, und es ist sehr wahrscheinlich, dass Gold dabei eine große Rolle spielen wird. Manche Ökonomen und Staaten, wie China etwa, fordern die Wiedereinführung eines Goldstandards. Das würde fortan die Geldmengen auf dem Globus beschränken und uns wieder zu einer reellen leistungsorientierten Wirtschaft zurückführen. Dies würde aber gleichzeitig auch gewaltige Einschnitte in weiten Teilen der Welt – vor allem im Westen – bedeuten, könnte aber vielleicht die heute meist armen, aber goldreichen, und Gold exportierenden Staaten bevorzugen. So oder so werden wir uns im Westen darauf einstellen müssen, in den kommenden Jahren den Gürtel deutlich enger zu schnallen. Die Zeiten des Prassens sind vorbei. Jetzt kommt eine Zeit neuer Bescheidenheit auf uns zu − ob wir wollen oder nicht.

So Sie Ersparnisse haben, sichern Sie diese ab! Bankguthaben (Zahlen auf einem Kontoauszug) sind per Gesetz kein Zahlungsmittel. Wenn Ihre Bank pleite ist, dann sind Sie es auch! Allein in den USA gingen zwischen 2008 und 2010 mehr als 300 kleinere und mittlere Banken pleite und wurden von den Großbanken geschluckt. Wer im gegenwärtigen System noch einer Bank sein Geld anvertraut, dem ist vermutlich nicht zu helfen. In England rechnen die Banken bereits seit Ende 2011 mit dem Ende des Euro, und sie bereiten sich und ihre Mitarbeiter auf die möglichen Konsequenzen vor:

Wenn eine Währung oder ein ganzes Währungssystem stirbt, dann schafft das immer eine große Zahl von Verlierern und eine kleine, feine Zahl von Gewinnern. Ob Sie persönlich zu den Verlierern zählen, können Sie selbst bestimmen. Haben Sie Ihre Ersparnisse in einem solchen Fall in physischer Form irgendwo hinterlegt, egal ob als Bargeld in der Matratze oder als Goldmünze im Garten (oder sonst wo) vergraben, dann haben Sie immer noch etwas, das Sie gegen Waren eintauschen könnten. Mit Ihrem Kontoauszug können Sie höchstens den Kamin befeuern.

Jedes Ende ist auch ein Neubeginn. Beides steht für 2012 an. Die Maya haben übrigens nie vom Ende der Welt gesprochen, sondern vom Ende eines großen Zyklus, vom Ende der Welt, wie wir sie bislang kennen. Ein solches Ende steht ohne Zweifel an, egal ob Sie dazu Mayalogen, Astrologen oder Ökonomen befragen. Wer etwas anderes behauptet, ist in meinen Augen blind oder will nicht sehen. Dann gibt es noch die dritte Gruppe derer, die absichtlich die Wahrheit unterdrücken wollen und ihre Mitbürger ins offene Messer laufen lassen. Jede Schuldenkrise ist auch automatisch eine Währungskrise, Frau Merkel!

Passen Sie, liebe Leser, auf sich auf! Lassen Sie sich kein X für ein U vormachen! Sichern Sie ihre Ersparnisse ab! Bereiten Sie sich auf turbulente Zeiten vor, aber haben Sie keine Angst! Veränderung zum Besseren ist noch möglich! Wir müssen nur daran glauben und gemeinsam daran arbeiten! Uns allen viel Erfolg!

Quelle: KOPPonline


Andreas Clauss "Crashkurs Geld und Recht"

Neuigkeiten und Besonderheiten zur rechtlichen Lage in Deutschland und der Umgang damit. Praxisorientierte und realitätsbezogene Vermögensplanung. Spannender Vortrag über Neuigkeiten im Verhältnis von echter physischer Ökonomie, und Regionalwirtschaft contra Globalisierung und Casinokapitalismus mit konkreten Lösungswegen und Chancen nach dem Motto von Georg Christoph Lichtenberg: „Was jedermann für ausgemacht hält, verdient am meisten, untersucht zu werden." oder "Es ist nicht alles Gold, was glänzt, genauso wenig, wie irgendetwas Recht ist, bei dem ein Paragraphenzeichen voran steht!"

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