Cultural Things

Deutsch als Amtssprache der USA

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Seit 200 Jahren hält sich hartnäckig eine Legende, die besagt, dass Deutsch um ein Haar die offizielle Landessprache der USA geworden wäre. Ein entsprechendes Gesetz soll nur an einer einzigen Stimme gescheitert sein. Der Mann, der die Wahl zugunsten von Englisch entschied, soll ausgerechnet deutscher Abstammung gewesen sein.

Das Kapitol in Washington - Wurde der Durchbruch des Deutschen zur Weltsprache mit nur einer Stimme verhindert?

So wie das Ungeheuer von Loch Ness taucht auch die so genannte Muehlenberg-Legende alle Jahre wieder auf und findet regelmäßig neue Freunde, die zu ihrer Verbreitung beitragen. Das ist auch nicht verwunderlich, denn ihre Faszination wächst im gleichen Maße, wie Macht und Einfluss der USA wachsen.

Wer war dieser Muehlenberg, und was hat es mit der Behauptung auf sich, die USA wären beinahe deutschsprachig geworden? Hat es jemals eine Abstimmung in den USA über die offizielle Landessprache gegeben? Oder gab es sie zumindest in einzelnen Bundesstaaten?

Englisch war doch die Sprache der verhassten Kolonialherren, gegen die sich das amerikanische Volk im Unabhängigkeitskrieg erfolgreich aufgelehnt hatte. Wäre es da nicht vorstellbar, dass die jungen Vereinigten Staaten nach ihrer Gründung beschlossen, sich eine andere Sprache zu geben? Natürlich - vorstellbar ist vieles; Tatsache ist jedoch, dass eine Abstimmung über die Amtssprache der USA niemals stattgefunden hat, auch nicht auf regionaler Ebene.

Doch wie alle Legenden hat auch diese einen wahren Kern: Am 9. Januar 1794 reichte eine Gruppe deutscher Einwanderer aus Virginia beim US-Repräsentantenhaus eine Petition ein, in der sie die Veröffentlichung von Gesetzestexten in deutscher Übersetzung forderten. Dies sollte den Einwanderern, die noch kein Englisch gelernt hatten, helfen, sich schneller mit den Gesetzen in der neuen Heimat zurechtzufinden. Doch der Antrag wurde vom Hauptausschuss des Repräsentantenhauses mit 42 zu 41 Stimmen abgelehnt. Der deutschstämmige, zweisprachige Sprecher des Repräsentantenhauses, Frederick Augustus Conrad Muehlenberg, der sich selbst bei der Abstimmung enthalten hatte, erklärte hinterher: "Je schneller die Deutschen Amerikaner werden, desto besser ist es."

Die Amerikaner sind stolz auf ihre Geschichte - und auf ihre Sprache

Dies führte bei den deutschen Siedlern zu einer gewissen Verbitterung, die den Nährboden für jene Legende bildete, die eine Generation später aufkam und als so genannte Mühlenberg-Legende Berühmtheit erlangte: 1828, so ging das Gerücht, habe es in Pennsylvania eine Abstimmung darüber gegeben, ob Deutsch neben Englisch zweite Amtssprache werden sollte. Der entsprechende Antrag sei mit nur einer Stimme überstimmt worden. Die entscheidende Stimme, die Deutsch verhinderte, habe ausgerechnet der deutschstämmige Parlamentssprecher Mühlenberg abgegeben.

So lautet die Legende. Zwar machten die Deutschen zu Beginn des 19. Jahrhunderts einen nicht unerheblichen Bevölkerungsteil im Staate Pennsylvania aus, doch war dieser nicht höher als ein Drittel. Auf die Gesamtpopulation der USA bezogen, lag der Anteil deutscher Einwanderer um 1830 gerade mal bei neun Prozent.

Ungeachtet dessen sind zahlreiche deutsche Wörter ins amerikanische Englisch eingedrungen, und gelegentlich kommen sogar neue hinzu, wie "fahrvergnuegen" und "bremsstrahlung". Die berühmtesten "Germish"-Vokabeln betreffen deutsche und österreichische Spezialitäten; die schaurigsten stammen aus der Zeit des Zweiten Weltkriegs. Wichtige Impulse stammten aus den Bereichen Hundezüchtung, Philosophie und Waffentechnik. Hier finden Sie eine kleine Auswahl:

Deutsche Wörter in der englischen Sprache

alpenglow gemuetlich Oktoberfest
angst geist Ostpolitik
Anschluss Gesundheit! (nach Niesen) panzer
autobahn glitz, glitzy pils, pilsner
automat glockenspiel pinscher
bildungsroman hamburger plattenbau
beergarden hamster pretzel (von Brezel)
blitz hausfrau polka
Blitzkrieg Herrenvolk pumpernickel
bratwurst hinterland Reich
coffee-klatsch / klatch howitzer (von Haubitze) reinheitsgebot
concertmeister kaputt rottweiler
dachshund kindergarten rollmops
das ist gut kitsch rucksack
delicatessen, deli knackwurst sauerkraut, sourkraut
diener, deaner kraut (the krauts = die Deutschen) schnapps
Diesel kriegspiel schnauzer (Hunderasse)
dirndl Kristallnacht schnitzel
doberman pinscher lager beer, lager spritz, spritzer
doppelganger leberwurst, liverwurst strudel
dreck, drek Lebensraum U-boat
dummkopf lebkuchen umlaut
edelweiss lederhosen waldmeister
fahrvergnuegen leitmotiv waldsterben
Fest (z.B. beer fest) lied weltschmerz
frankfurter muesli wunderkind
fraulein, frollein Nazi wurst
Führer Neanderthaler zeitgeist
gasthaus nicht wahr? zigzag (von Zickzack)

Click here for the english version!

Made in Germany

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Made in GermanyAm 22.8.1887 wurde im britischen Handelsmarkengesetz vorgeschrieben, industriell erzeugte ausländische Waren mit einer Herkunftsbezeichnung zu versehen. Man wollte auf diese Weise ausländische Produkte vom englischen Markt fernhalten. Denn England, früh industrialisiert, hatte bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts mit seinen Produkten einen großen Qualitätsvorsprung gegenüber allen anderen Ländern.

Um 1870 war es damit vorbei - man mußte sich etwas einfallen lassen, um die Marktposition zu sichern. Die Kennzeichnung ‘Made in Germany’ sollte Käufer im United Kingdom vor der vermeintlich schlechten deutschen Qualität abschrecken.

Doch es kam anders: Was als Verkaufsbremse gedacht war, entwickelte sich zum Gütesiegel deutscher Wertarbeit.

 

 


   

Die Finanzmarktkrise

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Vortrag von Prof. Berger "Die Finanzmarktkrise - Ergebnis einer Fehlkonstruktion, die wir korrigieren können.
 
Der Vordenker der französischen Revolution, Jean Jacques Rousseau, hat erklärt, warum sowohl Bettler als auch übermäßig Reiche die Freiheit zerstören und Staat und Gesellschaft in die Anarchie stürzen. Unser heutiger Finanzsektor zerstört die Marktwirtschaft und vernichtet den Mittelstand. Die Maßnahmen der Politik verlängern das Siechtum des Systems. Ein gesunder Mensch braucht keine Diät und eine nachhaltige Finanzordnung braucht keine staatlichen Eingriffe. Ökonomen und Politiker verschließen die Augen vor den wirklichen Ursachen der Krise. Dieser Vortrag öffnet sie Ihnen.

Die Waldseemueller-Karte

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Die Weltkarte von Saint-Dié - Urkunde für Amerika

Noch bergen die Ränder der Welt ein Geheimnis. Was liegt hinter dem Horizont? Seefahrer und Eroberer entdecken das Unbekannte - und je weiter sie segeln, desto detaillierter erscheinen die geografischen Aufzeichnungen der Kartografen auf ihren Land- und Seekarten. Nach den Reiseberichten von Amérigo Vespucci erstellt Martin Waldseemüller mit seinem Kollegen Matthias Ringmann die erste Weltkarte mit einem Kontinent namens "America". 
 
Christoph Kolumbus gilt zwar als neuzeitlicher Entdecker Amerikas, benannt wurde der Kontinent jedoch nach Amérigo Vespucci. Während Kolumbus die Bahamas für einen Teil Indiens hält, beschreibt Vespucci als Erster das entdeckte Land als "Neue Welt" in einem Brief über die Entdeckung Brasiliens an Lorenzo de Medici sowie in seinem Traktat "Mundus Novus" aus dem Jahr 1503/04. Der Reisebericht des italienischen Seefahrers erscheint 1504 auf Deutsch im lothringischen Saint Dié.

Das Kloster der Stadt in den Vogesen entwickelte sich im Mittelalter zu einem bedeutenden Zentrum der humanistischen Bewegung. Der Mathematiker und Geograf Martin Waldseemüller lehrt dort als Professor für Kosmologie. Zusammen mit Matthias Ringmann, der Latein unterrichtet, bringt er 1507 eine "Cosmograpiae introducio" heraus. Die Einführung in die Geografie etabliert den Namen "America" in der geografischen Literatur. Neben dem Textteil gehören zu dem Werk eine Weltkarte und ein Globus. Auf der wandtafelgroßen Darstellung wird der südliche Teil des Doppelkontinents mit der Verweiblichung des Vornamens Vespuccis bezeichnet. Das Dokument gilt seit seiner Wiederentdeckung als "Geburtsurkunde" Amerikas.

Lange Zeit im Dunkel der Geschichte verschollen taucht die Waldseemüller-Karte Anfang des vorigen Jahrhunderts auf Schloss Wolfegg in Oberschwaben auf. Jahrzehntelang bemüht sich die Washington Kongressbibliothek, in Besitz des wertvollen Kulturguts zu gelangen. Erst Bundeskanzler Schröder gelingt es, im Rahmen der deutsch-amerikanischen Freundschaft eine Ausfuhrgenehmigung zu erstellen. Am 27. Juni 2001 veräußert der Besitzer Fürst Johannes zu Waldburg-Wolfegg das Meisterwerk. Seit Juni 2001 kann die erste geografische Aufzeichnung Amerikas in der Hauptstadt der USA bewundert werden.


Noch bergen die Ränder der Welt ein Geheimnis. Was liegt hinter dem Horizont? Seefahrer und Eroberer entdecken das Unbekannte - und je weiter sie segeln, desto detaillierter erscheinen die geografischen Aufzeichnungen der Kartografen auf ihren Land- und Seekarten. Nach den Reiseberichten von Amérigo Vespucci erstellt Martin Waldseemüller mit seinem Kollegen Mathias Ringmann die erste Weltkarte mit einem Kontinent namens "America".



Christoph Kolumbus gilt zwar als neuzeitlicher Entdecker Amerikas, benannt wurde der Kontinent jedoch nach Amérigo Vespucci. Während Kolumbus die Bahamas für einen Teil Indiens hält, beschreibt Vespucci als Erster das entdeckte Land als "Neue Welt" in einem Brief über die Entdeckung Brasiliens an Lorenzo de Medici sowie in seinem Traktat "Mundus Novus" aus dem Jahr 1503/04. Der Reisebericht des italienischen Seefahrers erscheint 1504 auf Deutsch im lothringischen Saint Dié.

   

 

Deutsche in Amerika

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Die Reihe zeigt, was die deutschen Auswanderer vor damals dazu bewegte, ihrer Heimat den Rücken zu kehren und ein neues Leben in der Ungewissheit der "Neuen Welt" zu beginnen. 60 Millionen Amerikaner sind deutschstämmig. Ihre Leistungen zählen bis heute zur Basis der amerikanischen Kultur. Die Filme erzählen anhand spannender Familiengeschichten, wie die Integration damals verlief.



  Im Sommer 2003 kommt eine Gruppe von 40 Deutsch-Amerikanern aus Loose Creek, Missouri, nach Deutschland. Sie sind auf der Suche nach ihren Wurzeln und werden auf einem Bauernhof im Rheinland fündig. Der Münkshof war vor 150 Jahren der Stammsitz ihrer Vorfahren.

Die Hoffnung in Nordamerika der Armut, jahrelangen Missernten und der politischen Unterdrückung zu entfliehen, gibt den deutschen Auswanderern im 19. Jahrhundert den Mut in Übersee einen Neuanfang zu wagen. Angezogen von romantischen Schilderungen machen sich Millionen Deutsche auf den Weg ins Ungewisse. Es ist das Jahrhundert der Auswanderung und für Werber, Reeder und Kapitäne ein überaus einträglichen Geschäft.

Begeisterte Briefe von Verwandten und Freunden aus der Neuen Welt, locken hunderttausende Nachzügler an. Unter ihnen sind Jakob Münks und seine Familie aus Lank bei Düsseldorf. Sie wollen in den Mittleren Westen, den so genannten German Belt. Mit seiner Frau und seinen sechs Kindern überlebt er die qualvolle Überfahrt auf einem provisorisch umgebauten Frachtschiff.

Der Film folgt dem Weg der Familie, der sie über St. Louis, schließlich nach Loose Creek in Missouri führt. Im benachbarten Hermann siedeln die Westfalen, in Washington die Pfälzer und in Loose Creek die Rheinländer. Die deutschen Siedler suchen die Nähe ihrer Landsleute und meiden das offene Land. Doch die Pionierjahre sind hart für die Münks. Die Farm wirft nicht genug ab um alle zu ernähren. Da beschließt Gerhard Münks sich in St.Louis einem Treck nach Kalifornien anzuschließen. Der Ruf des Goldes ist bis in den mittleren Westen vorgedrungen. Drei Jahre gilt er als verschollen. Bis er als Landstreicher getarnt nach einer abenteuerlichen Reise als reicher Mann zurückkehrt. Bis heute hütet die Familie die Goldwaage und ein Nugget und auch die Farm befindet sich noch in Familienbesitz.

 



Man schreibt das Jahr 1862- in Amerika tobt der Bürgerkrieg. Eine Gruppe von 65 jungen Männern flieht über die texanische Prärie vor den Texas Rangern. Es sind Söhne von Deutschen Farmern, die verzweifelt versuchen Mexico zu erreichen. Unter den Gehetzten sind Julius Schlickum und sein Freund Wilhelm Klier, überzeugte Pazifisten, die nichts mehr hassen als die Sklaverei.

Nur 15 Jahre vorher waren ihre Familien aus Deutschland voller Hoffnung in Galvestone gelandet. Sie hatten ihre letzten Ersparnisse geopfert, um dem europäischen Elend zu entfliehen. Es sind Bauern, die es nicht mehr ertragen können von ihren Feudalherren gegängelt zu werden, Handwerker, denen die fortschreitende Industrialisierung keine Chance lässt in ihrem Beruf zu arbeiten, Menschen, die die engstirnige Kleinstaaterei nicht mehr ertragen wollen. Jetzt hoffen sie auf ein besseres Leben in Texas.

Es ist der ehrgeizige Plan des „Mainzer Adelsvereins, in Texas eine deutsche Kolonie zu gründen. Die Adeligen glauben an ein wirtschaftlich interessantes Projekt, und gleichzeitig hoffen sie, so die zunehmende Zahl von „Unzufriedenen los zu werden. Prinz von Solms ist ihr Abgesandter in Texas. Blauäugig erwirbt er Land für das Siedlungsprojekt, 300 Meilen von der Küste entfernt. Land, das er nie gesehen hat, Land das absolut unzugänglich und Jagdgebiet der gefürchteten Kommanschen ist.

Im Jahr 1846 kommen die ersten Siedler nach strapaziöser Überfahrt in Texas an. Die zur Weiterfahrt ins Landesinnere dringend benötigten Transportwagen stehen nicht zur Verfügung. Die Siedler errichten Notunterkünfte in den Sümpfen, sind abhängig von der Versorgung mit Lebensmitteln durch den Adelsverein, erkranken zu Hunderten an Gelbfieber. In seiner Not erwirb Prinz Solms-Braunfels ein 1.300 Acres großes fruchtbares Stück Land am Guadeloupe-Fluß, auf halbem Weg zwischen der Küste und dem eigentlichen Land des Adelsvereins. Es wird die Siedlung Neu Braunfels gegründet Die Zeit drängt, denn es sind bereits weitere Schiffe aus Deutschland unterwegs. Schließlich machen sich die gezeichneten Siedler mit wenigen Ochsenkarren auf den mühevollen Weg.

Heute siedeln die Nachfahren der Überlebenden in der hügeligen Landschaftvon Austin. New-Braunfels und Frederiksburg sind immer noch Zentren Deutscher Kultur und Sprache. Bis vor kurzem erschien hier noch eine deutsche Zei-tung, und ein Freundschaftsverein hält den Kontakt in die alte Heimat. Jedes Jahr wird ein Peace-Treaty Pow Wow abgehalten, eine Feier des Friedensvertrages zwischen Deutschen und Kommanschen. Der einzige Vertrag mit Indianern der bis heute nie gebrochen wurde.




Am 15.06.1904 gellen Schreie über den East River. Die Schreie von Ertrinkenden. Die „General Slocum, ein Ausflugsdampfer, ist auf dem Weg nach Long Island. An Bord sind hauptsächlich Familien aus New Yorks Little Germany. Über 1000 Deutsche finden an diesem Frühsommertag den Tod. Ertrinken, verbrennen oder werden von den Schaufelrädern zerquetscht. Die Katastrophe markiert das Ende von „Kleindeutschland der deutschen Gemeinde in der Lower Eastside von New York.

„Little Germanies blühten überall in den Staaten in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Ob Geschäfte oder Kulturangebote, Schulen und Kirchen Zeitungen und Vereine - alles ist in diesen Vierteln in deutscher Hand. Mehr als 70.000 Deutsche leben in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts in Little Germany, New York. Ellis Island ist zentrale Einwanderungsstelle. Die Neuankömmlinge sind überwiegend Handwerker ohne größeres mitgebrachtes Vermögen, die billig wohnen, hart arbeiten und sparsam wirtschaften. Zahlreiche Einwanderer tragen ein kleines Säckchen Erde bei sich. Sie wollen in der Neuen Welt später zumindest mit einem Krümel heimatlicher Erde beerdigt werden, denn eine Rückkehr gibt es für sie in der Regel nicht.

Der Film verfolgt die Schicksale zweier Einwandererfamilien.
Da sind die Steinwegs, drei Jahre nach ihrer Ankunft in New York gründen sie Steinway & Sons und lassen sich mit ihrer Firma in Manhattan nieder. Alle Kinder arbeiten im Familien-betrieb. Sie entwickeln den Steinway Flügel, erhalten zahlreiche Patente, und ihre Instrumente erlangen Weltruf. 1865 wird der Betrieb nach Queens verlegt. Dort ist er auch heute noch ansässig.

Auf der anderen Seite die Familie Gumpertz, die verzweifelt versucht ihrem Elendsquartier in New Yorks „Kleindeutschland zu entkommen. Überfüllte Wohnungen ohne Sanitäranlagen lassen Tuberkulose, Typhus und Cholera grassieren. Ein Drittel der Kinder sterben hier, bevor sie Laufen lernen. Am 17. Oktober 1874 wartet Nathalie vergeblich auf ihren Mann. Julius kehrt niemehr zurück. In diesen harten Zeiten begehen viele Männer Selbstmord oder tauchen unter, weil sie das Leid ihrer Familie nicht mehr ertragen.

Für die einen wird der amerikanische Traum Realität, für die anderen eine Probe auf Leben und Tod.


 

Zu Beginn des 20. Jahrhunderts bilden die Deutsch-Amerikaner eine der wichtigsten ethnischen Gruppen in Wirtschaft, Finanzen, Bildung, Forschung und Landwirtschaft. Doch mit Sorge wendet sich ihr Blick in die alte Heimat. In Europa tobt ein entsetzlicher Krieg. Anti-Deutsche Propaganda heizt die Kriegsstimmung an und sorgt in Amerika für Intoleranz und Hass. Es sind die gleichen Muster, die schon während des ersten Weltkriegs die Deutsch Amerikaner unter Druck setzten. Alles Deutsche wird aus der amerikanischen Sprache ausgemerzt. Deutsche Namen werden amerikanisiert, deutsche Kultur verschwindet aus dem öffentlichen Leben. Während beider Welktkriege versuchen die Deutsch-Amerikaner ihre deutsche Identität möglichst unsichtbar zu machen. Viele werden als Spione verdächtigt, ein harmloser deutschstämmiger Arbeiter namens Robert Prager wird von nationalistischen Amerikanern gelyncht.

Kaum in Amerika angekommen, meldet Max Ebel sich freiwillig zum Kriegsdienst. Er will im Pazifik kämpfen, den Einsatz in Deutschland lehnt er ab, weil sein Bruder und seine Mutter noch dort leben. Das wird ihm zum Verhängnis. Max Ebel wird, verhaftet und für viele Monate in immer wechselnden Camps interniert.

Nach Kriegsende dauert es noch Jahrzehnte bis sich das Verhältnis zu den Deutsch-Amerikanern, normalisiert. Heute sind sie vollkommen im „Meltingpot aufgegangen.





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