Deutsche Geschichte

Kinder und Jugend in Deutschland

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In der Reihe “Das Jahrhundert der Kinder: Kindheit und Jugend in Deutschland” wird in eindrucksvollen Bildern und bisher unveröffentlichtem Archivmaterial eindrucksvoll gezeigt, wie stark die einzelnen Epochen der deutschen Geschichte ganze Generationen prägten. Tauchen Sie ein in eine Zeitreise quer durch die deutsche Geschichte und verfolgen Sie die Geschehnisse aus Sicht der jungen Generationen.

 


Das Jahrhundert der Kinder - Kindheit und Jugend in Deutschland

Teil1 - Kaiserriech und Weimarer Republik

Kaiserzeit und Weimarer Republik: In Deutschland setzt zur Jahrhundertwende auch eine Wende in der Geschichte der Kindheit ein. Kinder gelten nicht länger nur als ökonomischer Faktor innerhalb der Großfamilie. Den Kindern ihre Kindheit zu bewahren, gilt jetzt als Erziehungsziel. Philantropische Vereine gründen Waisenhäuser und sorgen für arme Familien. Die Schulpflicht wird eingeführt, Kinderarbeit verboten. Doch zugleich werden Kinder zum 'öffentlichen Objekt', der Staat beginnt Ansprüche zu erheben auf die zukünftigen Arbeiter und Soldaten des Vaterlandes.


Das Jahrhundert der Kinder - Kindheit und Jugend in Deutschland

Teil2 - Deutsches Reich und Zweiter Weltkrieg

"Drittes Reich" und Zweiter Weltkrieg: Die NSDAP bringt nach der ersten Weltwirtschaftskrise viele junge Leute auf ihre Seite, die in der radikalen Partei ihre letzte Chance sehen. HJ und BDM vereinnahmen die Jugend und machen sie zum Handlanger des Systems. Widerstand ist tödlich: "Weiße Rose", "Edelweißpiraten" und "Swing Kids" setzen ihr Leben aufs Spiel. In den Augen der Nazis "rassisch" oder "genetisch" unwerte Kinder werden zu Tausenden ermordet. Während des 2. Weltkriegs verheizt das "Dritte Reich" seine Jugend als Kindersoldaten. Die Kriegskinder werden um ihre Kindheit gebracht.


Das Jahrhundert der Kinder - Kindheit und Jugend in Deutschland

Teil3 - Nachkriegszeit und Wirtschaftswunder

Nachkriegszeit und Wirtschaftswunder: In der Nachkriegszeit hat sich der totale Zugriff auf Kinder ins Gegenteil verkehrt: Keine Massenorganisationen mehr, kein militärischer Drill, als die 'Trümmerkinder' in den Ruinen graben. Erst während des aufkommenden Wirtschaftswunders formiert sich wieder eine bürgerliche Lebenswelt, gegen die die Jugendlichen sich absetzen können. 10 Jahre später entdecken auch die Kinder der Bildungsbürger ihr Protestpotential. Sie entrüsten sich über den Vietnamkrieg und die Unterdrückung der Dritten Welt, distanzieren sich von der 'Täter-Generation'.


Das Jahrhundert der Kinder - Kindheit und Jugend in Deutschland

Teil4 - Wohlstandsgesellschaft und Krisenjahre

Wohlstandsgesellschaft und Krisenjahre: Die Kindheit verändert sich. Mehr und mehr bestimmt das Konsumieren die Lebenswelt der Kinder. Fernseher und Computer wandern in die Kinderzimmer, die Kinder bewältigen den Fortschritt schneller als ihre Eltern. Doch auch die Kinderarmut nimmt erschreckende Ausmaße an, die Schere zwischen Arm und Reich öffnet sich immer weiter. Die junge Generation lebt häufig in Arbeitslosigkeit oder wird ständig von ihr bedroht. Der Generationenvertrag wurde gekündigt - von Seiten der Älteren, die selbst einst die Jüngeren waren. Das Jahrhundert der Jugend ist vorbei.


Quelle: SPIEGEL TV - Geschichte

Deutsch als Amtssprache der USA

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Seit 200 Jahren hält sich hartnäckig eine Legende, die besagt, dass Deutsch um ein Haar die offizielle Landessprache der USA geworden wäre. Ein entsprechendes Gesetz soll nur an einer einzigen Stimme gescheitert sein. Der Mann, der die Wahl zugunsten von Englisch entschied, soll ausgerechnet deutscher Abstammung gewesen sein.

Das Kapitol in Washington - Wurde der Durchbruch des Deutschen zur Weltsprache mit nur einer Stimme verhindert?

So wie das Ungeheuer von Loch Ness taucht auch die so genannte Muehlenberg-Legende alle Jahre wieder auf und findet regelmäßig neue Freunde, die zu ihrer Verbreitung beitragen. Das ist auch nicht verwunderlich, denn ihre Faszination wächst im gleichen Maße, wie Macht und Einfluss der USA wachsen.

Wer war dieser Muehlenberg, und was hat es mit der Behauptung auf sich, die USA wären beinahe deutschsprachig geworden? Hat es jemals eine Abstimmung in den USA über die offizielle Landessprache gegeben? Oder gab es sie zumindest in einzelnen Bundesstaaten?

Englisch war doch die Sprache der verhassten Kolonialherren, gegen die sich das amerikanische Volk im Unabhängigkeitskrieg erfolgreich aufgelehnt hatte. Wäre es da nicht vorstellbar, dass die jungen Vereinigten Staaten nach ihrer Gründung beschlossen, sich eine andere Sprache zu geben? Natürlich - vorstellbar ist vieles; Tatsache ist jedoch, dass eine Abstimmung über die Amtssprache der USA niemals stattgefunden hat, auch nicht auf regionaler Ebene.

Doch wie alle Legenden hat auch diese einen wahren Kern: Am 9. Januar 1794 reichte eine Gruppe deutscher Einwanderer aus Virginia beim US-Repräsentantenhaus eine Petition ein, in der sie die Veröffentlichung von Gesetzestexten in deutscher Übersetzung forderten. Dies sollte den Einwanderern, die noch kein Englisch gelernt hatten, helfen, sich schneller mit den Gesetzen in der neuen Heimat zurechtzufinden. Doch der Antrag wurde vom Hauptausschuss des Repräsentantenhauses mit 42 zu 41 Stimmen abgelehnt. Der deutschstämmige, zweisprachige Sprecher des Repräsentantenhauses, Frederick Augustus Conrad Muehlenberg, der sich selbst bei der Abstimmung enthalten hatte, erklärte hinterher: "Je schneller die Deutschen Amerikaner werden, desto besser ist es."

Die Amerikaner sind stolz auf ihre Geschichte - und auf ihre Sprache

Dies führte bei den deutschen Siedlern zu einer gewissen Verbitterung, die den Nährboden für jene Legende bildete, die eine Generation später aufkam und als so genannte Mühlenberg-Legende Berühmtheit erlangte: 1828, so ging das Gerücht, habe es in Pennsylvania eine Abstimmung darüber gegeben, ob Deutsch neben Englisch zweite Amtssprache werden sollte. Der entsprechende Antrag sei mit nur einer Stimme überstimmt worden. Die entscheidende Stimme, die Deutsch verhinderte, habe ausgerechnet der deutschstämmige Parlamentssprecher Mühlenberg abgegeben.

So lautet die Legende. Zwar machten die Deutschen zu Beginn des 19. Jahrhunderts einen nicht unerheblichen Bevölkerungsteil im Staate Pennsylvania aus, doch war dieser nicht höher als ein Drittel. Auf die Gesamtpopulation der USA bezogen, lag der Anteil deutscher Einwanderer um 1830 gerade mal bei neun Prozent.

Ungeachtet dessen sind zahlreiche deutsche Wörter ins amerikanische Englisch eingedrungen, und gelegentlich kommen sogar neue hinzu, wie "fahrvergnuegen" und "bremsstrahlung". Die berühmtesten "Germish"-Vokabeln betreffen deutsche und österreichische Spezialitäten; die schaurigsten stammen aus der Zeit des Zweiten Weltkriegs. Wichtige Impulse stammten aus den Bereichen Hundezüchtung, Philosophie und Waffentechnik. Hier finden Sie eine kleine Auswahl:

Deutsche Wörter in der englischen Sprache

alpenglow gemuetlich Oktoberfest
angst geist Ostpolitik
Anschluss Gesundheit! (nach Niesen) panzer
autobahn glitz, glitzy pils, pilsner
automat glockenspiel pinscher
bildungsroman hamburger plattenbau
beergarden hamster pretzel (von Brezel)
blitz hausfrau polka
Blitzkrieg Herrenvolk pumpernickel
bratwurst hinterland Reich
coffee-klatsch / klatch howitzer (von Haubitze) reinheitsgebot
concertmeister kaputt rottweiler
dachshund kindergarten rollmops
das ist gut kitsch rucksack
delicatessen, deli knackwurst sauerkraut, sourkraut
diener, deaner kraut (the krauts = die Deutschen) schnapps
Diesel kriegspiel schnauzer (Hunderasse)
dirndl Kristallnacht schnitzel
doberman pinscher lager beer, lager spritz, spritzer
doppelganger leberwurst, liverwurst strudel
dreck, drek Lebensraum U-boat
dummkopf lebkuchen umlaut
edelweiss lederhosen waldmeister
fahrvergnuegen leitmotiv waldsterben
Fest (z.B. beer fest) lied weltschmerz
frankfurter muesli wunderkind
fraulein, frollein Nazi wurst
Führer Neanderthaler zeitgeist
gasthaus nicht wahr? zigzag (von Zickzack)

Click here for the english version!

Made in Germany

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Made in GermanyAm 22.8.1887 wurde im britischen Handelsmarkengesetz vorgeschrieben, industriell erzeugte ausländische Waren mit einer Herkunftsbezeichnung zu versehen. Man wollte auf diese Weise ausländische Produkte vom englischen Markt fernhalten. Denn England, früh industrialisiert, hatte bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts mit seinen Produkten einen großen Qualitätsvorsprung gegenüber allen anderen Ländern.

Um 1870 war es damit vorbei - man mußte sich etwas einfallen lassen, um die Marktposition zu sichern. Die Kennzeichnung ‘Made in Germany’ sollte Käufer im United Kingdom vor der vermeintlich schlechten deutschen Qualität abschrecken.

Doch es kam anders: Was als Verkaufsbremse gedacht war, entwickelte sich zum Gütesiegel deutscher Wertarbeit.

 

 


 
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Die Finanzmarktkrise

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Vortrag von Prof. Berger "Die Finanzmarktkrise - Ergebnis einer Fehlkonstruktion, die wir korrigieren können.

  Der Vordenker der französischen Revolution, Jean Jacques Rousseau, hat erklärt, warum sowohl Bettler als auch übermäßig Reiche die Freiheit zerstören und Staat und Gesellschaft in die Anarchie stürzen. Unser heutiger Finanzsektor zerstört die Marktwirtschaft und vernichtet den Mittelstand. Die Maßnahmen der Politik verlängern das Siechtum des Systems. Ein gesunder Mensch braucht keine Diät und eine nachhaltige Finanzordnung braucht keine staatlichen Eingriffe. Ökonomen und Politiker verschließen die Augen vor den wirklichen Ursachen der Krise. Dieser Vortrag öffnet sie Ihnen.

Die Waldseemueller-Karte

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Die Weltkarte von Saint-Dié - Urkunde für Amerika

Noch bergen die Ränder der Welt ein Geheimnis. Was liegt hinter dem Horizont? Seefahrer und Eroberer entdecken das Unbekannte - und je weiter sie segeln, desto detaillierter erscheinen die geografischen Aufzeichnungen der Kartografen auf ihren Land- und Seekarten. Nach den Reiseberichten von Amérigo Vespucci erstellt Martin Waldseemüller mit seinem Kollegen Matthias Ringmann die erste Weltkarte mit einem Kontinent namens "America". 
 
Christoph Kolumbus gilt zwar als neuzeitlicher Entdecker Amerikas, benannt wurde der Kontinent jedoch nach Amérigo Vespucci. Während Kolumbus die Bahamas für einen Teil Indiens hält, beschreibt Vespucci als Erster das entdeckte Land als "Neue Welt" in einem Brief über die Entdeckung Brasiliens an Lorenzo de Medici sowie in seinem Traktat "Mundus Novus" aus dem Jahr 1503/04. Der Reisebericht des italienischen Seefahrers erscheint 1504 auf Deutsch im lothringischen Saint Dié.

Das Kloster der Stadt in den Vogesen entwickelte sich im Mittelalter zu einem bedeutenden Zentrum der humanistischen Bewegung. Der Mathematiker und Geograf Martin Waldseemüller lehrt dort als Professor für Kosmologie. Zusammen mit Matthias Ringmann, der Latein unterrichtet, bringt er 1507 eine "Cosmograpiae introducio" heraus. Die Einführung in die Geografie etabliert den Namen "America" in der geografischen Literatur. Neben dem Textteil gehören zu dem Werk eine Weltkarte und ein Globus. Auf der wandtafelgroßen Darstellung wird der südliche Teil des Doppelkontinents mit der Verweiblichung des Vornamens Vespuccis bezeichnet. Das Dokument gilt seit seiner Wiederentdeckung als "Geburtsurkunde" Amerikas.

Lange Zeit im Dunkel der Geschichte verschollen taucht die Waldseemüller-Karte Anfang des vorigen Jahrhunderts auf Schloss Wolfegg in Oberschwaben auf. Jahrzehntelang bemüht sich die Washington Kongressbibliothek, in Besitz des wertvollen Kulturguts zu gelangen. Erst Bundeskanzler Schröder gelingt es, im Rahmen der deutsch-amerikanischen Freundschaft eine Ausfuhrgenehmigung zu erstellen. Am 27. Juni 2001 veräußert der Besitzer Fürst Johannes zu Waldburg-Wolfegg das Meisterwerk. Seit Juni 2001 kann die erste geografische Aufzeichnung Amerikas in der Hauptstadt der USA bewundert werden.


Noch bergen die Ränder der Welt ein Geheimnis. Was liegt hinter dem Horizont? Seefahrer und Eroberer entdecken das Unbekannte - und je weiter sie segeln, desto detaillierter erscheinen die geografischen Aufzeichnungen der Kartografen auf ihren Land- und Seekarten. Nach den Reiseberichten von Amérigo Vespucci erstellt Martin Waldseemüller mit seinem Kollegen Mathias Ringmann die erste Weltkarte mit einem Kontinent namens "America".



Christoph Kolumbus gilt zwar als neuzeitlicher Entdecker Amerikas, benannt wurde der Kontinent jedoch nach Amérigo Vespucci. Während Kolumbus die Bahamas für einen Teil Indiens hält, beschreibt Vespucci als Erster das entdeckte Land als "Neue Welt" in einem Brief über die Entdeckung Brasiliens an Lorenzo de Medici sowie in seinem Traktat "Mundus Novus" aus dem Jahr 1503/04. Der Reisebericht des italienischen Seefahrers erscheint 1504 auf Deutsch im lothringischen Saint Dié.

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